Praktikum mit Erasmus

Die einfachste Möglichkeit, während des Studiums Auslandserfahrung zu sammeln!

Für Sie als Studierende der hochschule 21 gibt es attraktive finanzielle Unterstützung vom International Office für Praxisphasen mit Erasmus ("EuRopean Community Action Scheme for the Mobility of University Students"). 

Über das Programm "Erasmus +" können gefördert werden :

  • Praktika für Studierende und
  • Praktika für Examinierte

Grundsätzlich förderfähig sind Praktika in allen Erasmus+ Programm- und Partnerländern.

Erasmus+ Programmländer in der Europäischen Union (EU) sind: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn, Zypern. 
Programmländer außerhalb der EU sind: Island, Liechtenstein, Nordmazedonien, Norwegen, Serbien, Türkei.

Großbritannien wurde in der alten Programmgeneration 2014-2020 als Erasmus Programmland geführt. In der neuen Programmgeneration 2021-2027 fungiert Großbritannien als Erasmus Partnerland. Eine Liste der Erasmus+ Partnerländer finden Sie hier . 

Was ist für die Bewerbung um Förderung wichtig?
Wichtigste Voraussetzung für eine erfolgreiche Bewerbung ist das Finden eines Praktikumsplatzes im Ausland, nachzuweisen über das Praxisplatzformular. Sie entscheiden selbst, in welcher Praxisphase Sie in welches Land gehen möchten und welche fachlichen Schwerpunkte Sie bei der Wahl der aufnehmenden Einrichtung im Ausland legen. Dann wird ein möglichst aktueller Sprachnachweis über die Arbeitssprache benötigt, die Sie im Praktikum verwenden werden. Im Bewerbungsformular führen Sie aus, was Sie motiviert hat, sich gerade dieses Land und diese aufnehmende Einrichtung auszuwählen. Vergessen Sie nicht, die im Bewerbungsformular angegeben Nachweise, wie z.B. Ihren aktuellen Notenspiegel, beizufügen.

Brexit-Info
In der neuen Programmgeneration (2021-2027) wird das Vereinigte Königreich (UK) als Partnerland förderfähig sein, obwohl es nicht mehr mit dem Programm Erasmus+ assoziiert ist. Neu sind ab Januar 2021 die Visabestimmungen für die Einreise in das Vereinigte Königreich. Ab diesem Datum gilt, dass für Praktikantinnen und Praktikanten im Rahmen des Erasmus+ Programms für einen Aufenthalt im Vereinigten Königreich ein Temporary Worker-Government Authorised Exchange visa (T5) erforderlich ist. Nähere Informationen dazu gibt es auf den Seiten des DAAD. Außerdem ist ab dem 1.10.2021 für EU-Bürger/innen die Einreise nur mit einem gültigen Reisepass (elektronischen Reisepasses – ePass) möglich. 

Erasmus Förderung für ein Praktikum   

Als Studierende der hochschule 21 können Sie vom 1. Studienjahr an bis zu Ihrem Studienabschluss gefördert werden.

Im letzten Studienjahr können Sie sich auch für ein Absolventenpraktikum bewerben, das frühestens nach der Exmatrikulation beginnt und spätestens innerhalb von 12 Monaten nach Studienabschluss abgeschlossen sein muss. Generell werden aufgrund des Gleichbehandlungsgrundsatzes zunächst dreimonatige Absolventenpraktika gefördert. Eine Verlängerung ist je nach Verfügbarkeit der Fördermittel möglich. Die Teilnehmenden müssen grundsätzlich in Vollzeit arbeiten. Vollzeit wird nach landestypischer Arbeitszeit interpretiert. Praktika bei EU-Institutionen sind nicht förderfähig. Praktika an deutschen Botschaften, Goethe-Instituten und deutschen Auslandsschulen sind förderfähig. 

Mögliche Praktikumsstellen findet man zum Beispiel hier.
 

  • Praktikumsdauer:
    Langzeitmobilität (long-term mobility) | 2 Monate (60 Tage), höchstens 360 Tage (während des gesamten Bachelorzyklus; max. 180 Tage am Stück); kann mit virtueller Komponente (blended mobility) gekoppelt werden 

    “Blended Mobility”:Kombination aus physischer Mobilität und virtueller Phase, die vor, während (begleitend, nicht als Unterbrechung) oder nach der physischen Mobilität stattfindet. Die virtuelle Komponente kann weltweit Lernende online zusammenbringen, welche gemeinsam und zeitgleich Kurse besuchen und an Aufgaben arbeiten können, die studienrelevant sind und anerkannt werden. Studierende, die aufgrund persönlicher, familiärer, gesundheitlicher oder studiengangsbedingter Umstände nicht in der Lage sind, eine langfristige physische Mobilitätsaktivität zu Studien- oder Praktikumszwecken durchzuführen, können eine kürzere physische Mobilität mit einer virtuellen Komponente kombinieren (short-term blended mobility). 

    Kurzzeitmobilität (short-term blended mobility) | 5-30 Tage physische Mobilität ist gekoppelt mit virtueller Komponente von beliebiger Dauer und Umfang vor/während oder nach der physischen Komponente; es müssen mindestens 3 ECTS-Punkte (für virtuelle und physische Komponente zusammen) vergeben werden

  • Förderung: 
    Der monatliche Zuschuss wird nach Ländergruppen vergeben. Er liegt im Projekt 2023 (gültig bis 31.07.2025) je nach Ländergruppe für eine Langzeitmobilität zwischen 490€ und 750€ pro Monat für Praktikumsaufenthalte in Programmländern. Reisende, die ihren ökologischen Fußabdruck reduzieren, erhalten ein Top-up für "Green Travel". Nähere Informationen finden Sie auf den Seiten des DAAD

    Im Falle einer Kurzzeitmobilität erhalten Studierende und Graduierte für die physische Mobilität bis zum 14. Fördertag der Mobilitätsmaßnahme 79 EUR pro Tag und vom 15. bis 30. Tag der Mobilitätsmaßnahme 56 EUR pro Tag. 

    Ein zentrales Anliegen im Erasmus+ Programm ist auch die Chancengleichheit. Teilnehmende mit geringeren Chancen (z. B. Studierende mit Behinderung oder chronischer Erkrankung; Auslandspraktikum mit Kind) können somit Zusatzförderung erhalten. Der Zuschuss wird als Pauschale gezahlt, 80% der Gesamtsumme erhalten Sie vor der Abreise, 20% bei Einreichung der restlichen Unterlagen nach Ihrer Rückkehr. 

  • Bewerbungsvoraussetzungen:
    Leistung, Motivation, Sprachkenntnisse. Zum Zeitpunkt der Bewerbung muss bereits ein Praxisplatz im Ausland vorliegen.
  • Bewerbungsfristen:
    Für ein Auslandspraktikum (Langzeitmobilität) im Kalenderjahr 2024 ist die nächste Bewerbungsfrist: 25.02.2024. 

    Für ein Auslandspraktikum (Kurzzeitmobilität) im Kalenderjahr 2024 ist die nächste Bewerbungsfrist:   7.04.2024. 

  • Bewerbungsunterlagen:
    1.a) Bewerbung Erasmus Praktikum (als Scan-Kopie) oder
    1.b) Bewerbung Erasmus Absolventenpraktikum (als Scan-Kopie)
    2.    Übersicht über Ihre bisherigen Studienleistungen (Notenspiegel als Scan-Kopie)
    3.a) Praxisplatzformular EN (als Scan-Kopie) oder
    3.b) Praxisplatzformular DE bei Arbeitssprache Deutsch (als Scan-Kopie)
    4.    DAAD-Sprachzeugnis (als möglicher Sprachnachweis, als Scan-Kopie)

Online-Sprachtests

Für Erasmus+ Geförderte (Studierende, Praktikanten und Personal) ist die Teilnahme an einem Online-Sprachtest in der Arbeitssprache (Ausnahme: Muttersprachler) vor ihrem Auslandsaufenthalt nicht mehr verpflichtend. Dennoch besteht eine Verpflichtung zur allgemeinen Nutzung von OLS ("online language support") und somit zum Sprachenlernen. Wenn Sie im Rahmen von Erasmus+ für einen Auslandsaufenthalt ausgewählt wurden, übermittelt Ihnen das International Office eine Nutzerkennung und ein Passwort für den Zugang zur Online-Sprachunterstützung.

OLS-Sprachtests werden zur Zeit für alle europäischen Amtssprachen angeboten (Bulgarisch, Dänisch, Deutsch, Englisch, Estnisch, Finnisch, Französisch, Griechisch, Irisch Gälisch, Italienisch, Kroatisch, Lettisch, Litauisch, Maltesisch, Niederländisch, Polnisch, Portugiesisch, Rumänisch, Schwedisch, Slowenisch, Slowakisch, Spanisch, Tschechisch und Ungarisch). Zukünftig ist seitens Erasmus geplant die Online-Sprachunterstützung auch für Isländisch, Mazedonisch, Norwegisch, Serbisch und Türkisch bereitzustellen. Sollte die Mobilitätssprache zu Beginn noch nicht im OLS-Tool implementiert sein, wird grundsätzlich die Nutzung der Sprachunterstützung in englischer Sprache empfohlen.

Online-Sprachkurse

Der OLS-Sprachkurs ermöglicht es Erasmus+ Geförderten ihre Fremdsprachenkenntnisse (mit einer physischen Aufenthaltsdauer von mindestens 14 Tagen) vor und während des Auslandsaufenthalts zu verbessern.

Nach dem ersten Sprachtest können bei Interesse zusätzlich zu dem Sprachkurs in der Arbeitssprache weitere Sprachkurse in einer oder mehrerer Landessprachen absolviert werden. Sobald Studierende einen Sprachkurs in der Arbeitssprache begonnen haben, können keine Sprachkurse in der Landessprache mehr ausgewählt werden. 

Mindestlohn bei Auslandspraktika
Als Praktikanten sind Sie im Ausland bei einer Praktikumslänge von über drei Monaten von der Mindestlohnregelung ausgenommen, wenn im Learning Agreement der Aufenthalt als Pflichtpraktikum gekennzeichnet ist. Handelt es sich nicht um ein Pflichtpraktikum, muss der Mindestlohn ab dem ersten Tag des vierten Monats gezahlt werden. Bei Absolventen-/Graduiertenpraktika muss der Mindestlohn ab dem ersten Tag des Praktikums gezahlt werden.

Praktische Tipps und Informationen
Das Erklärvideo des DAAD gibt einen guten Überblick über ein Praktikum mit Erasmus-Förderung. 2021 ist das Übergangsjahr zu einem neuen Zyklus des Erasmus+ Programms (2021-2027). Praktische Tipps und Informationen rund um das neue Erasmus+ Programm gibt es bereits in der "Erasmus App" der Europäischen Kommission.

 

Haftungsklausel
Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.

 

Mariam Schmidt

Dr. rer. nat.
Mariam Schmidt

  • International Office