DiversiOn

DiversiOn: Respekt und Akzeptanz von Vielfalt im Gesundheitswesen – Entwicklung, Implementierung und Evaluation eines Online-Learning-Tools für Gesundheitsprofessionen 

In einem Satz: Worum geht's?

Förderung von Diversitätskompetenz in Gesundheitsprofessionen durch die Entwicklung, Implementierung und Evaluation eines digitalen, praxisnahen Lerntools – intersektional, evidenzbasiert und bundesweit umsetzbar.

Kurzbeschreibung des Projekts

DiversiOn – Vielfalt anerkennen. Diversitätskompetenz im Gesundheitswesen stärken.

Diversität ist längst gelebte Realität in der deutschen Gesellschaft. Soziale Identitätsmerkmale, wie zum Beispiel internationale Geschichte, Geschlechtsidentität, sexuelle Identität, Behinderung oder religiöse Zugehörigkeit, prägen die Lebensrealitäten vieler Patient:innen. 
Die Zugehörigkeit zu einer oder mehreren dieser Gruppen kann jedoch – insbesondere abweichend von den Normen der Dominanzgesellschaft – zu gesundheitlichen Ungleichheiten, Stigmatisierung und Diskriminierung führen. Diese Benachteiligungen resultieren häufig aus strukturellen, organisatorischen und kommunikativen Barrieren innerhalb der Versorgungspraxis.

Das Projekt DiversiOn setzt genau hier an:
Ziel ist die Entwicklung, Implementierung und wissenschaftliche Evaluation eines digitalen Lernprogramms zur Förderung von Diversitätskompetenz bei Gesundheitsfachpersonen. Geplant ist derzeit ein achtwöchiges Online-Programm, das fundiertes Wissen zu intersektionalen Diversitätsdimensionen und ihrer Bedeutung im klinischen Alltag vermittelt – die genaue Laufzeit kann sich im Projektverlauf noch verändern und anpassen.

Ergänzend werden diskriminierungssensible Handlungsstrategien für eine gerechtere Versorgung implementiert. Die didaktische Konzeption basiert auf dem KERN-Zyklus, die inhaltliche Ausarbeitung erfolgt partizipativ in enger Zusammenarbeit mit einem divers zusammengesetzten Community-Beirat. Zusätzlich wird ein Delphi-Panel mit fachlichen Expert:innen sowie eine systematische Literaturrecherche zur inhaltlichen Validierung eingebunden.

In einem Vorher-Nachher-Design wird das Online-Programm von einer Gruppe Studierender und Auszubildender verschiedener Gesundheitsprofessionen getestet. Die Evaluierung des Learning-Tools erfolgt mit quantitativen und qualitativen Methoden und zielt auf die Reaktion der Teilnehmer:innen auf das Programm, auf den Wissenserwerb sowie die Veränderung der Diversitätskompetenz ab.

Das Projekt wird gemeinschaftlich von der hochschule 21 und der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) durchgeführt. Es wird durch das Programm Zukunft.Niedersachsen des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur und der Volkswagen Stiftung gefördert und leistet so einen Beitrag zur strukturellen Verankerung von Diversitätskompetenz in der Ausbildung der Gesundheitsprofessionen – im Sinne eines chancengerechteren Gesundheitssystems, wie es in der Verfassung der Weltgesundheitsorganisation und der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie verankert ist.

Projektdaten in Kürze

  • Projektleitung an der hochschule 21: Prof. Dr. Susanne Klotz
  • Projektleitung an der MHH: Dr. Andrea Bökel
  • Förderung: zukunft.niedersachsen
    Ein gemeinsames Wissenschaftsförderprogramm des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur und der VolkswagenStiftung
  • Laufzeit: 01.05.2025 - 30.04.2028

Presseveröffentlichungen

Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, 17.01.2025: 9 Millionen Euro für individualisierte Medizin in einer diversen Gesellschaft

Buxtehuder Tageblatt, 22.01.2025: Warum Buxtehude bei der Gendermedizin eine wichtige Rolle spielt

Projektleitung

Susanne Klotz

Prof. Dr.
Susanne Klotz

Physiotherapie mit Schwerpunkt klinische Therapiewissenschaften

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Mitarbeitende