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Erfahrungsbericht zum Auslandspraktikum in Frankreich

Erfahrungsbericht zum Auslandspraktikum in Frankreich

In meiner sechsten Praxisphase hatte ich die Gelegenheit, ein Auslandspraktikum zu absolvieren. Bereits im Bewerbungsgespräch für mein duales Studium äußerte ich den Wunsch, während meines Studiums Auslandserfahrungen zu sammeln. Da mein Praxispartner, GARBE Industrial Real Estate GmbH, mehrere Standorte im europäischen Ausland hat, stellte sich die Frage, welchen Standort ich besuchen möchte. Meine Wahl fiel auf Paris, da ich durch frühere Auslandsaufenthalte positive Erfahrungen mit Frankreich gemacht hatte und bereits Grundkenntnisse in Französisch besaß.


1. Erwartung an mein Auslandspraktikum

Mein Hauptziel für das Praktikum war es, Lebenserfahrungen zu sammeln aus meiner Komfortzone in einer mir fremden Umgebung zu treten und dabei über mich hinaus zu wachsen. Die Gelegenheit, in Paris, einer Weltstadt, für drei Monate zu leben, erschien mir einmalig. Zusätzlich hatte ich die Vermutung, dass mein Aufenthalt von den Olympischen Spielen 2024 geprägt sein wird. Ich erwartete eine Stadt mit vielseitigen Gesichtern, einem großen Kulturgut und sehr gutem Essen. Fachlich interessierte es mich, einen Einblick in den dynamischen französischen Logistikmarkt zu erhalten und die französische Unternehmenskultur eines kleinen Pariser Büros kennenzulernen. Zudem freute ich mich sehr die Kollegen im Ausland kennenzulernen.

2. Art der Einrichtung


Während meines Praktikums arbeitete ich bei der GARBE Industrial Real Estate France S.A.S., einer Schwestergesellschaft meines Praxispartners. Das Unternehmen ist in den Bereichen Projektentwicklung, Investmentmanagement und Asset Management für die Assetklasse Logistikimmobilien tätig. Im Büro arbeiten sechs Mitarbeiter, und es gab nur wenige Homeofficetage, was ich als sehr angenehm empfand. Die Kommunikation zwischen meinen Kollegen und mir verlief im Büro überwiegend auf Englisch, da meine französischen Kollegen aus verschiedenen Regionen stammen und unterschiedliche Dialekte sprechen, wodurch ich Probleme hatte Fachgesprächen zu folgen. Zudem stellte ich fest, dass mir oft die französischen Fachvokabeln fehlten, sodass ich begann, diese zu notieren, um sie schneller in meinen Sprachgebrauch integrieren zu können. In den Pausen bemühte ich mich, möglichst viel auf Französisch zu kommunizieren, um auch hier meine Sprachkenntnisse zu verbessern.


3. Organisationsstruktur

Die Niederlassung in Frankreich zeichnet sich durch eine flache Hierarchie aus. Die Mitarbeiter sind auf die Bereiche Investmentmanagement, Assetmanagement und Projektentwicklung spezialisiert. Aufgrund der kleineren Unternehmensgröße sind die Aufgabenfelder breiter gefächert. Die Hauptregionen, in denen das Unternehmen tätig ist, umfassen die Île-de-France im Zentrum, die Hauts-de-France im Norden, Grand Est im Osten, Bourgogne-Franche-Comté und Nouvelle-Aquitaine im Süden sowie die Bretagne im Westen. In diesen Regionen ist das französische Team aktuell aktiv.
4. Alltag in der ausländischen Einrichtung
Mein Arbeitstag begann zwischen 9 und 9:30 Uhr. Jeden Montag traf sich das gesamte Team zu einer Besprechung, um aktuelle Themen und Wochenziele zu besprechen. Meine Hauptaufgaben im Investmentbereich umfassten die Projektanalysen, Standortanalysen und das Erstellen von Präsentationen für bevorstehende Projekte sowie den Vergleich des deutschen und französischen Marktes, mit dem Fokus auf den Markt und den Bereich Mietrecht und Logistikbaustandards. Zudem sammelte ich Daten und recherchierte zu aktuellen Projektentwicklungen der Konkurrenz. Über den gesamten Zeitraum hatte ich größere Aufgaben, welche ich über mehrere Wochen bearbeitete, während ich zudem akute Themen bearbeitete. Unsere Mittagspause dauerte etwa eine bis eineinhalb Stunden und wurde entweder im Restaurant oder im Büro verbracht. Mein Arbeitstag endete in der Regel gegen 19:00 Uhr.

 

4. Alltag in der ausländischen Einrichtung

Mein Arbeitstag begann zwischen 9 und 9:30 Uhr. Jeden Montag traf sich das gesamte Team zu einer Besprechung, um aktuelle Themen und Wochenziele zu besprechen. Meine Hauptaufgaben im Investmentbereich umfassten die Projektanalysen, Standortanalysen und das Erstellen von Präsentationen für bevorstehende Projekte sowie den Vergleich des deutschen und französischen Marktes, mit dem Fokus auf den Markt und den Bereich Mietrecht und Logistikbaustandards. Zudem sammelte ich Daten und recherchierte zu aktuellen Projektentwicklungen der Konkurrenz. Über den gesamten Zeitraum hatte ich größere Aufgaben, welche ich über mehrere Wochen bearbeitete, während ich zudem akute Themen bearbeitete. Unsere Mittagspause dauerte etwa eine bis eineinhalb Stunden und wurde entweder im Restaurant oder im Büro verbracht. Mein Arbeitstag endete in der Regel gegen 19:00 Uhr.


5. Arbeitsabläufe und Praktikumsverlauf

Ich wurde von Anfang an gut ins Team integriert und erhielt vielseitige Aufgaben. Bereits in den ersten Wochen war ich an Projekten beteiligt, nahm an Besichtigungen und Außenterminen teil. Die enge Zusammenarbeit der Kollegen aus den verschiedenen Bereichen war bemerkenswert, da in Frankreich, im Gegensatz zu Deutschland, die Abteilungen aus einzelnen Personen bestehen. Rücksprachen mit anderen Bereichen sind daher essenziell. Mein Hauptansprechpartner war für den Bereich Investment zuständig, wobei ich auch einige Aufgaben durch die anderen zwei Bereiche erhalten habe. Dadurch konnte ich einen guten Einblick in die Arbeitsabläufe erhalten. In der Mitte meines Praktikumszeitraumes ist die Firma in ein größeres Büro umgezogen, besonders in diesem Zeitraum habe ich Einblicke in die Aufgaben des Managements bekommen können.
6. Unterschiede zum Berufsfeld in Deutschland
Da das französische Unternehmen im selben Bereich tätig ist, wie mein Praxispartner, sind die Kerntätigkeiten dieselben, sodass sich in diesem Bereich keine Unterschiede aufgetan haben. Der Arbeitsprozess im französischen Büro ist weniger bürokratisch, was insbesondere auf die kleinere Unternehmensgröße zurückzuführen ist. Die Arbeitstage beginnen später, etwa zwischen 9 und 10 Uhr, und enden oft erst gegen 19:00 bis 20:00 Uhr. Ich habe zudem gelernt, dass es üblich ist, dass in der Branche Verträge ohne Stundenzahl unterzeichnet werden, dafür erhalten die Arbeitnehmer 12 Tage mehr Urlaub.

 

6. Unterschiede zum Berufsfeld in Deutschland

Da das französische Unternehmen im selben Bereich tätig ist, wie mein Praxispartner, sind die Kerntätigkeiten dieselben, sodass sich in diesem Bereich keine Unterschiede aufgetan haben. Der Arbeitsprozess im französischen Büro ist weniger bürokratisch, was insbesondere auf die kleinere Unternehmensgröße zurückzuführen ist. Die Arbeitstage beginnen später, etwa zwischen 9 und 10 Uhr, und enden oft erst gegen 19:00 bis 20:00 Uhr. Ich habe zudem gelernt, dass es üblich ist, dass in der Branche Verträge ohne Stundenzahl unterzeichnet werden, dafür erhalten die Arbeitnehmer 12 Tage mehr Urlaub.

 

7. Wohn- und Alltagssituation

Ursprünglich war meine Idee in ein WG-Zimmer zur Untermiete, oder in eine geteilte Unterkunft zu ziehen. Aufgrund der Olympischen Spiele 2024 in Paris war es schwierig, solch eine Unterkunft zu finden, weshalb ich auf eine Airbnb-Wohnung zurückgreifen musste. Mein Zimmer war klein, aber gut ausgestattet, inklusive Balkon und Waschmaschine. Ich wohnte im 16. Arrondissement, welches eine gute Anbindung aufweist. Zudem fühlte mich während meines gesamten Aufenthalts sicher. Den öffentlichen Nahverkehr nutzte ich mit Monatstickets, außerdem erkundete ich die Stadt häufig mit dem Fahrrad. Paris hat in den letzten Jahren das Radverkehrsnetz ausgebaut. Dennoch muss man sich auf eine etwas andere Interpretation der Verkehrsregeln einstellen. Insbesondere als Fahrradfahrer werden rote Ampeln, Mittellinien und Einbahnstraßen missachtet um sich im Stadtverkehr fortbewegen zu können.


8. Tipps und Tricks

Ich kann jedem nur empfehlen, ein Auslandspraktikum zu machen, wenn sich die Möglichkeit bietet. Die Vorbereitungen – wie die Suche nach einem Praktikumsplatz, einer Unterkunft und der Transport – sind zwar aufwendig, aber zahlen sich definitiv aus. Die Bewerbung für die Erasmus-Praktikumsförderung verlief unkompliziert, und der Sprachtest war leicht zu absolvieren. Um vor Ort Anschluss zu finden, sind Apps wie Solo Travel oder Erasmusangebote sehr hilfreich. Abschließend möchte ich allen Studierenden ans Herz legen, die Chance auf ein Erasmus-Praktikum zu ergreifen – es ist eine Erfahrung, die man nicht missen möchte.
Bei Fragen meldet euch gerne per Mail: charlotte.steinmatz@stud.hs21.de