News aus der hochschule 21
Förderpreis Stadtbaukunst: Entwürfe aus der hochschule 21 begeistern Jury

Foto: Deutsches Institut für Stadtbaukunst
Seit 2018 schreibt das Deutsche Institut für Stadtbaukunst (DIS) in Frankfurt am Main zusammen mit wa wettbewerbe aktuell den “Studentischen Förderpreis Stadtbaukunst” aus. Besonders ist dabei, dass ausschließlich Studienarbeiten teilnehmen, die zuvor von Lehrstühlen ausgewählt und für den Wettbewerb vorgeschlagen wurden. Bereits damit hat eine erste fachliche Vorselektion stattgefunden. In diesem Jahr wurden zudem zahlreiche Arbeiten aus dem europäischen Ausland eingereicht; insgesamt hatte die Jury mehr als 100 Arbeiten zu bewerten. Vergeben wurden drei gleichrangige Förderpreise und zwei Anerkennungspreise. Die hochschule 21 gehört wiederholt zu den ausgezeichneten Hochschulen - eine Studierende sowie eine Alumna erhielten Preise.
Die Aufgabenstellung in Kürze
In diesem Jahr wurde “Das städtische Haus” gesucht, welches einen besonderen regionalen Bezug aufweist. Es sollte sowohl hinsichtlich seiner Nutzung und Gebäudetypologie als auch in seiner Gestalt und Fassadentypologie als bereichernder Stadtbaustein wahrgenommen werden.
“Frauenhaus in Altona”
Saskia Wiebuschs Bachelorarbeit konnte die Jury, die sich aus führenden Persönlichkeiten aus Architektur, Städtebau und Baukultur zusammensetzt, überzeugen. Ihr städtebaulicher Entwurf „Frauenhaus in Altona“ widmet sich einer hochaktuellen gesellschaftlichen Aufgabe mit großer Sensibilität und architektonischer Überzeugungskraft. Die Arbeit entwickelt aus einer Brachfläche mit markanter Topographie und exponierter Ecklage einen qualitätsvollen urbanen Ort. Beispielhaft zeigt sie, wie ein Frauenhaus als geschützter Rückzugsraum in ein lebendiges Stadtquartier integriert werden kann, ohne die besonderen Anforderungen an Sicherheit und Privatheit zu vernachlässigen. Die klare räumliche Organisation schafft ein ausgewogenes Verhältnis von Schutz, Gemeinschaft und Teilhabe. Durch die differenzierte Staffelung von privaten, halböffentlichen und öffentlichen Bereichen sowie die sorgfältige Anordnung unterschiedlicher Nutzungen entstehen vielfältige räumliche Qualitäten.
“Hamburger Innenstadt Revitalisierung”
Einen Anerkennungspreis erhielt Jette Esch für ihre im siebten Semester eingereichte Semesterarbeit. Der Entwurf „Hamburger Innenstadt Revitalisierung“ befasst sich mit der Sanierung eines Bestandsgebäudes in der Hamburger Innenstadt. “Ziel meines Entwurfs ist es, die stadträumliche Setzung vollständig zu erhalten und die Kubatur durch Aufstockung und eine Fassadensanierung gezielt weiterzuentwickeln”, so Jette Esch. Die Jury lobt die architektonische Klarheit und erkennt lobend an: “Das bestehende Gebäude wurde behutsam weiterentwickelt, wobei eine überzeugende Balance zwischen Erhalt und Transformation gelingt. Hervorzuheben ist insbesondere die Neuinterpretation hanseatischer Stadtarchitektur, die traditionelle Motive in eine eigenständige und zeitgenössische Formensprache übersetzt. Durch die Verbindung von Gewerbe, Büro, Wohnen und Kultur entsteht ein vielseitiger innerstädtischer Baustein, der sensibel auf den Ort reagiert und zugleich aktuelle gesellschaftliche Anforderungen aufgreift.”

Fotos: Esch
Jette Esch ist dankbar für die Erfahrung: „Ich freue mich sehr über diese Anerkennung und bedanke mich herzlich beim Deutschen Institut für Stadtbaukunst für die Möglichkeit, an der Konferenz zur Schönheit und Lebensfähigkeit der Stadt in Frankfurt am Main teilzunehmen, sowie bei Prof. Philipp Kamps für die Unterstützung und Begleitung.“
Prof. Philipp Kamps ist stolz auf den Erfolg der von ihm betreuten Talente: “Der Förderpreis Stadtbaukunst ist eine besondere Würdigung und ich freue mich sehr, dass die hochschule 21 nun bereits zum dritten Mal in Folge in diesem Rahmen ausgezeichnet wurde.”
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Fotos Galerie: Kamps


