News aus der hochschule 21
Von Stade nach Madrid: Auslandspraktikum bei Airbus


Innerhalb seines dualen Mechatronik-Studiums hat sich Matthias (auf dem Foto mit den Kolleg/innen unten rechts zu sehen) für den Schwerpunkt Kunststofftechnik und Faserverbundtechnologie entschieden. Die Themen, mit denen er sich bei seinem Praxispartner Airbus in Stade befasst, erlebt er während seines Auslandspraktikums im spanischen Kontext.
hs21: Was machst Du gerade im Ausland?
Matthias: Ich absolviere ein Praktikum mit Unterstützung von Erasmus in Spanien. Während ich direkt in der Innenstadt von Madrid wohne, arbeite ich im Airbus-Werk in Getafe, südlich der Stadt. Ich bin dort in einem internationalen Engineering-Team eingesetzt, das sich primär mit Reparaturmethoden für Flugzeugkomponenten beschäftigt. Es ist ein reiner Bürojob, aber durch die konkreten Bauteile bleibt der Bezug zur Praxis immer da.
hs21: Warum hast Du Dich für ein Auslandspraktikum entschieden?
Matthias: Es ist eine Chance, die man so schnell nicht wieder bekommt und Airbus unterstützt solche Aufenthalte sehr. Auslandserfahrung ist fachlich wie persönlich extrem wertvoll. Alleine in einer fremdsprachigen Großstadt zu leben, ist eine Herausforderung, an der man wächst und seine interkulturellen Kompetenzen am besten erweitert.

hs21: Konntest Du schon Kontakte knüpfen und hast Du das Gefühl, Dich weiterentwickeln zu können?
Matthias: Ja, auf jeden Fall. Ich wurde von meinem Team sehr gut aufgenommen. Die Kollegen haben mir schnell das Gefühl gegeben, dazuzugehören, was mir auch den Respekt vor den neuen Aufgaben genommen hat. Ich habe mich dort durchweg wohlgefühlt und hoffe, dass die Kontakte auch nach dem Praktikum bestehen bleiben. Auch sprachlich konnte ich mich bereits weiterentwickeln. Das kommt fast von allein, da die Teamkommunikation durchgehend auf Englisch stattfindet. Man wird deutlich gewandter und die Gespräche laufen flüssiger ab. Auch mein Spanisch hat sich verbessert, wodurch ich jetzt schon Teile von Gesprächen mitverfolgen kann.
hs21: Kannst Du Madrid als Stadt und auch das Airbus-Werk als Partner weiterempfehlen?
Matthias: Ich kann es absolut empfehlen. Die Stadt bietet unglaublich viel und der Standort Getafe ist ein sehr interessantes Arbeitsumfeld. Die Logistik stimmt auch: Es gibt Bus-Shuttles, die einen zur Arbeit und zurück in die Innenstadt bringen. Zudem ist Madrid ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge in die Umgebung. Das Unternehmen selbst kenne ich ja schon, dort sind die meisten Arbeitsweisen identisch mit denen aus Deutschland.

hs21: Was war das Schönste, was Du bislang während Deines Auslandsaufenthalts erlebt hast, und was hat Dir ggf. nicht gefallen?
Matthias: Madrid als Stadt ist ein echtes Highlight. Die Anbindung ist super und es gibt eine gute Mischung aus urbanem Leben und Parks. Die Stadt ist sehr belebt, überall sind Menschen unterwegs und es gibt unzählige Restaurants und Bars. Das als Gesamtpaket gefällt mir unheimlich gut. Ein negativer Aspekt war das Wetter, denn zeitweise war es verregnet und windig.
hs21: Was nimmst Du aus der Zeit für wertvolle Erfahrungen oder Erkenntnisse mit?
Matthias: Vor allem die verbesserten Sprachkenntnisse und das neue fachliche Wissen. Aber auch der kulturelle Austausch und der Einblick in die spanische Arbeitsweise waren sehr prägend. Alleine in einer neuen Umgebung klarzukommen und in bestimmten Situationen über den eigenen Schatten zu springen, war eine sehr wertvolle Erfahrung. Alles in allem würde ich jedem empfehlen diese Erfahrung zu machen.
Bei Fragen rund um Auslandsaufenthalte während des Studiums, hilft das International Office Interessierten gern weiter. Weitere Erfahrungsberichte von Studierenden sind hier zu finden.
Fotos: 1: Lamela, restliche: Matthias Lippek