Wasserbau-Exkursion in Buxtehude: von Wehr zu Wehr entlang der Este

Am Mittwoch, 15.11.2023, hat eine Exkursion im Rahmen des Moduls „Wasserbau“ in Buxtehude stattgefunden. Professor Niehüser, der an der hochschule 21 im Bereich Konstruktiver Wasserbau lehrt, hat gemeinsam mit den Studierenden mehr über die Strukturen der Stadt Buxtehude hinsichtlich Be- und Entwässerung, Hochwasserschutz, aktueller Baumaßnahmen und zukünftiger Ausrichtung erfahren. Frau Deckwerth und Herr Rathmann von den Städtischen Betrieben Buxtehude konnten einen spannenden Überblick rund um das Thema Wasser in Buxtehude geben – aus historischer und gegenwärtiger Sicht ebenso wie mit Blick auf die Zukunft.

Die wesentlichen Stationen der Exkursion
Zu Fuß besichtigte die Gruppe diverse neuralgische Punkte entlang der Este.

Das Granini-Wehr: Hier gab es einen Einblick in die Historie, denn schon seit dem 17. Jahrhundert wird die Este hier aufgestaut. In den 1950er Jahren diente die Staustufe am Buxtehuder Mühlenteich sogar zur Stromerzeugung für den Obstverwerter Klindworth, der später vom Safthersteller Granini übernommen wurde. 1944 zog sich Granini aus Buxtehude zurück, die Staustufe aber blieb. Die Gruppe erfuhr außerdem mehr über die Steuerung der Wehranlage.

Das Umlaufgerinne: Wie wurde das Umlaufgerinne geplant? Wozu dient es? Und wie sieht es mit der Finanzierung aus? Diese Fragen wurden an der nächsten Station beantwortet. Übrigens: Wer sich Mitte Juni über eine seltsam grüne Färbung des Wassers im Umlaufgerinne gewundert hat, hat einen Strömungstest mitbekommen, zu dessen Zweck das biologisch unbedenkliche Uranin eingesetzt wurde.

Die „mittlere“ Este: Weiter ging es entlang der Este, wo Deckwerth und Rathmann mehr zum Hochwasserschutz, zur Be- und Entwässerung sowie zu den Schieberanlagen erzählten.

Das Wehr am Marschtorzwinger: Am Marschtorzwinger endete die Exkursion. Hier ging es noch einmal um die Bedeutung der Este für die Hansestadt Buxtehude, die Steuerung des Wehrs und die Problematik von Hochwasserschutz vs. Entwässerung des Stadtgebietes.

Die Exkursion unweit der hochschule 21 bot den Studierenden spannende Einblicke in eine ganz andere Seite der Stadt, die ihnen Frau Deckwerth und Herr Rathmann gemeinsam mit Professor Niehüser ganz anschaulich nahebringen konnten.

Fotos: hs21/niehüser