Do 18. Januar 2018

Autonome Robotik in so genannten 4D-Umgebungen - Vortrag im ISI Buchholz

Innovation in Forschung und Entwicklung – Das Expertenforum der hochschule21

Vortragsreihe im Zentrum für Gründung, Business und Innovation, Bäckerstraße 6, 21244 Buchholz in der Nordheide in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung im Landkreis Harburg

Mit einer Reihe von Fachvorträgen stellen Experten der hochschule 21 innovative Projekte und wissenschaftliche Erkenntnisse vor, die im Idealfall Prozesse in Unternehmen optimieren und Anwendung finden. Alle Veranstaltungen beginnen um 17 Uhr.  Um eine Anmeldung unter info(at)hs21.de wird gebeten.

Autonome Robotik in so genannten 4D-Umgebungen

Prof. Dr.-Ing. Thorsten Hermes

Autonome Robotik ist ein stetig wachsender Bereich, der nicht nur im industriellen Sektor, sondern auch in privaten Haushalten Einzug hält. Die aktuellen Entwicklungen reichen von selbstfahrenden Autos bis zur die Paketzustellung mittels Flugdrohnen, führerlose Personenbeförderung im öffentlichen Nahverkehr oder auch führerlose Transportsysteme im industriellen Umfeld. Nicht zuletzt können (teil-) autonome Rasenmäher oder Staubsauger-Roboter quasi in jedem Baumarkt erworben werden.

Weitere Anwendungen sind denkbar, aber aufgrund der erforderlichen Autonomie auch mit deutlich höheren Anforderungen an die Sicherheit bzw. an die künstliche Intelligenz verknüpft. In Abhängigkeit vom Einsatzgebiet ergeben sich weitere Einflussfaktoren und Umweltbedingungen, die über die alltäglichen Herausforderungen, wie beispielsweise an Fahrerassistenzsysteme im Auto, hinausgehen. In so genannten 4D-Umgebungen werden mobile Roboter in extremen, ungünstigen oder gar gefährlichen Umgebungen eingesetzt, um eine Minimierung des Risikos, in der Regel für Menschen, zu gewährleisten. Der Roboter muss hierbei auch in die Lage versetzt werden, Gefahren zu erkennen und geeignete Reaktionen herbeizuführen.

Ein Beispiel für einen Einsatz eines autonomen Roboters ist der an der hochschule 21 im Rahmen des InRoBa-Projektes entwickelte Roboter MARWIN. Dieser misst zurzeit autonom die Strahlung im neuen XFEL Beschleunigertunnel der DESY in Hamburg. Hintergrund ist neben der Minimierung der Strahlenbelastung für Mitarbeiter des Strahlenschutzes auch die Optimierung der Nutzungsdauer des Beschleunigers für wissenschaftliche Experimente. Um das alles zu ermöglichen, muss dem Roboter sehr viel Autonomie mitgegeben werden. Im Vortrag wird auf die verschiedenen Stufen der Autonomie eingegangen. Des Weiteren werden durch praktische Beispiele Hinweise für die Umsetzung von Autonomie in industriellen Anwendungen gegeben.

Zielgruppe:

Produktionstechniker, F&E-Abteilungsmitarbeiter, Anwendungsentwickler, alle an Automatisierung Interessierte