Mi 24. April 2019

Vortragsreihe "Zukunftsgerechtes Bauen. Innovativ und Nachhaltig" - Klimaschutz in der Bauleitplanung und Stadtentwicklung - Gebäude zukunftsfähig machen

Veranstaltungsort: ISI-Zentrum für Gründung, Business und Innovation, Bäckerstraße 6, 21244 Buchholz i.d.N.

Zeit: 17 - 19 Uhr  

Anmeldung und weitere Informationen bitte über die Website www.leuphana.de/nirem 

24. April 2019: Klimaschutz in der Bauleitplanung und Stadtentwicklung - Gebäude zukunftsfähig machen

Ruth Drügemöller, Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen
Neben den planungsrechtlichen Instrumenten zur Steuerung der Stadtentwicklung stehen den Kommunen noch weitere Umsetzungsstrategien für eine klimagerechte Gestaltung und Entwicklung der Städte und Gemeinden zur Verfügung. Die Eckpfeiler einer klimagerechten Stadtentwicklung sind die Minimierung des Wärmebedarfs von Gebäuden durch kompakte Bauweise, Wärmedämmung, etc. sowie eine CO2-arme Wärmeversorgung durch die Nutzung Erneuerbarer Energien oder der Bau von Nahwärmenetzen. Was kann die Bauleitplanung leisten und welchen Einfluss haben Standards wie etwa die EnEV und andere Gesetze? Auch Förderprogramme oder zielgerichtete Informationen und Beratung von Bauwilligen beeinflussen eine nachhaltige Stadtentwicklung. Der Vortrag stellt die Optionen der Bauleitplanung und weitere Handlungsspielräume der Kommunen und ihrer politischen Entscheidungsträger vor.

Ruth Drügemöller ist Stadt- und Umweltplanerin. Sie hat ein Umweltamt geleitet und war in der Kommune auch für die Bauleitplanung zuständig.  Seit 2014 ist sie bei der Klimaschutz- und Energieagentur des Landes Niedersachsen für den Bereich „Kommunaler Klimaschutz“ verantwortlich.


Gerhard Krenz, Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen
Das Ziel der Bundesregierung lautet seit 2013: Bis 2050 soll der Gebäudebestand nahezu klimaneutral sein. Dazu sind ambitionierte energetische Sanierungen zur Senkung der Energiebedarfe und die weitestgehende Umstellung auf CO2-freie Wärmeenergieversorgung erforderlich. Die langen Sanierungszyklen bei Gebäuden erfordern den weit vorausschauenden Blick, um lock-in Effekten vorzubeugen und eine kostenbewusste Bewirtschaftung bei maximalem Werterhalt bzw. -zuwachs zu gewährleisten. Beim Neubau sind von vornherein die Weichen so zu stellen, dass diese Ziele erreicht werden können. Der Passivhausstandard ist seit den 90er Jahren eingeführt. Energie-Plus-Gebäude produzieren bilanziell mehr Energie als sie benötigen. Gute Beispiele für wirtschaftliche Sanierungen und Neubauten liefert die „Grüne Hausnummer“ der KEAN.

Gerhard Krenz ist Dipl.-Ing. Architekt und seit 2014 bei der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (KEAN) zuständig für die Bereiche Energetische Gebäudeoptimierung, Verbesserung der Gebäudeenergieeffizienz und Einsatz erneuerbarer Energien.

Die Vortragsreihe wird durch das Projekt NIREM (Nachhaltigkeitsinnovationen im regionalen Mittelstand) veranstaltet. Kooperationspartner sind die Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade und die Wirtschaftsförderung im Landkreis Harburg GmbH.