Workshop weckt Verständnis für andere Kulturen

Unter Federführung von Nazife Sarcan (rechts) schulten die Studierenden im Workshop Interkulturelle Kompetenz

Woran erkenne ich kulturelle Eigenarten, und was passiert, wenn zwei Kulturen aufeinander treffen?

Auch in diesem Semester hat das International Office der hochschule 21 den Workshop Interkulturelle Kompetenz angeboten. Insbesondere Studierende, die während des Studiums einen Aufenthalt im Ausland planen, waren angesprochen.

„Wer im Ausland studiert, arbeitet oder ein Praktikum macht, trifft auf unterschiedliche Kulturen, Sichtweisen und Traditionen.  Es ist sinnvoll, sich darauf vorzubereiten, denn sonst springt man schnell von einem Fettnäpfchen ins Nächste oder ist möglicherweise verunsichert und irritiert“, so Anja Schuback, Leiterin des International Office.

Nazife Sarcan war als Referentin in der Hochschule zu Gast und führte den dreistündigen Workshop durch. Die Düsseldorferin arbeitet als Trainerin und Coach vorwiegend im Bereich Personal- und Organisationsentwicklung. „Ziel ist es, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Relevanz der interkulturellen Kompetenz reflektieren können und sich der Kulturabhängigkeit des eigenen Denkens, Fühlens und Handelns bewusst werden“, sagt die Expertin.

So ging es einerseits um die Bilder im Kopf, die jeder mit sich trägt und die oft einhergehen mit Vorurteilen und Klischees und andererseits um die Erkenntnis: Wie wirkt sich die eigene Kultur auf mein Handeln und Denken aus? Die Studierenden machten sich anhand von Fallbeispielen bewusst, wie sie kulturelle Unterschiede erkennen und dass es auf beiden Seiten Toleranz und Bewusstsein für diese Unterschiede bedarf, damit ein positives Miteinander gelingt.

Ebenso geschärft wurde der Blick für die eigene Kultur und deren Wahrnehmung in anderen Ländern. „Wir Deutsche gelten ja als zeit- und entscheidungsorientiert. Das sollten wir bedenken, wenn wir zum Beispiel mit Italienern ein Geschäftsessen haben. Dort ist es üblich, dass man erst sein Gegenüber in Ruhe kennen lernt, auch persönliches austauscht und nicht sofort den geschäftlichen Abschluss fokussiert. Dazu kommt es dann vielleicht erst beim zweiten Essen“, berichtet Philipp Ziehdorn. Der Mechatronikstudent im 7. Semester zog für sich eine positive Bilanz: „Ich habe viel mitgenommen, vor allem das Bewusstsein, dass es diese Unterschiede gibt und wo sie herkommen. Das ist im Grunde nichts Neues, wird aber einfach zu selten reflektiert. Ich denke, wer Verständnis aufbringt, auch für die eigenen Eigenarten, hat es im Ausland einfacher.“

Wer im Rahmen des dualen Studiums an der hochschule 21 einen Auslandsaufenthalt plant, kann sich im International Office über Förderprogramme von Erasmus+ oder PROMOS informieren.