Sgraffiti an der Hochschulfassade werden restauriert

Im kommenden Frühjahr sollen die Arbeiten beginnen

Die Fassade der hochschule 21 zählt zu einer der schönsten in der Hansestadt Buxtehude. Insgesamt 158 Felder, zum Teil bemalt, zum Teil gekratzt, zieren den Putz der Front und Seiten des Hauptgebäudes. Das in den Jahren 1876/1877 errichtete Gebäude steht unter Denkmalschutz und weist insbesondere mit seinen Sgraffiti erhaltenswerte Schmuckelemente auf. Die Sgraffitikunst stammt aus Italien und beschreibt eine Technik, bei der das Motiv aus unterschiedlich farbigen Putzschichten herausgekratzt wird. Um diesen in der Region einzigartigen Fassadenschmuck zu erhalten, sind nun umfangreiche Restaurierungsmaßnahmen notwendig.

Bereits im Frühjahr hatte ein Expertenteam das Ausmaß der Schäden im Rahmen einer umfassenden Untersuchung ermittelt. Zum einen um den restauratorischen Lösungsansatz zu erarbeiten und zum anderen um darauf basierend den Finanzierungsbedarf feststellen zu können, wurde im zweiten Schritt ein Musterfeld (siehe unteres Foto, rechtes Feld) restauriert. Das Ergebnis: Die Kosten für die Restaurierung aller Felder belaufen sich auf voraussichtlich rund 400.000 Euro.

„Wir freuen uns sehr, dass wir Fördergelder und Spenden in ausreichender Höhe für die Wiederherstellung der Sgraffiti akquirieren konnten“, so Christiane Jäschke, Drittmittelbeauftragte der hochschule 21.

Allein 100.000 Euro stellt der Bund aus einem Sonderprogramm für Denkmalpflege für die Maßnahme bereit. „Es handelt sich hier um eine für die Region einzigartige Kunst am Gebäude, die es zu erhalten gilt“, betont der CDU Bundestagsabgeordnete Oliver Grundmann, der die gute Nachricht persönlich überbrachte. So werde außerdem die großartige Arbeit, die die hochschule 21 in der Region und für die Region leiste, gewürdigt.

Auch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist mit im Boot: Zusammen mit dem Förderverein der Buxtehude Rotarier, die 20.000 Euro bereitstellen, sind 70.000 Euro eingeplant. Die Stadt, Eigentümerin des Gebäudes, bringt einen Anteil in Höhe von 50.000 Euro auf. „Die Hansestadt  Buxtehude ist stolz auf dieses wunderschöne Baudenkmal und möchte natürlich ihren Beitrag zur Restaurierung leisten“, so Bürgermeisterin Katja-Oldenburg Schmidt.

Neben den Sgraffiti und bemalten Schmuckfeldern soll auch der Rest der Fassade in neuem Glanz erstrahlen. Die Hochschule wird diesen Teil der Restaurierung aus Eigenmitteln bestreiten. „Anfang des Jahres beginnen wir mit den Ausschreibungen. Die Arbeiten werden dann voraussichtlich bis Ende September dauern“, berichtet Dr. Rolf Jäger, Geschäftsführer der Hochschule.

Zur symbolischen Geldübergabe kamen zusammen: Katja Oldenburg-Schmidt, Oliver Grundmann, Prof. Dr. Albrecht Beyer vom Förderverein Rotary Buxtehude, Dieter Kunze von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und Dr. Rolf Jäger (von links).

Weitere Förder- und Spendengelder stellen bereit:

Land Niedersachsen: 40.000,00 Euro

Niedersächsische Sparkassenstiftung: 30.000,00 Euro

Sparkasse Harburg-Buxtehude: 15.000,00 Euro

Landkreis Stade: 4.000,00 Euro

Henri Benthack Stiftung: 20.000,00 Euro

Bingo Stiftung: 20.000,00 Euro