MIG – Das Management Information Game

Die MIG-Gruppe 2017 aus der Halepaghen-Schule mit Spielleiter Felix Tebbel (links)

Das Unternehmen GG-Technologies ließ die Konkurrenz hinter sich und überzeugte die Jury mit ihrer Augmented Reality-Brille

Die hochschule 21 war erneut Austragungsort eines unternehmerischen Konkurrenzkampfes

Wie funktionieren Unternehmen? Wie funktioniert Wirtschaft im Allgemeinen? Das wollten 18 Schülerinnen und Schüler des elften Jahrgangs vom Gymnasium Halepaghen-Schule in Buxtehude herausfinden. Dazu trafen sie sich eine Woche lang in der hochschule 21 zu einem Planspiel des Bildungswerkes der Niedersächsischen Wirtschaft. Unterstützt wurde das Projekt von der Volksbank Stade-Cuxhaven eG und der Stadtwerke Buxtehude GmbH.

Die Grundlage des Seminars „Management Information Game“ (MIG) ist eine  entwickelte Planspielsoftware zur Unternehmensplanung. Die Schülerinnen und Schüler bilden drei Gruppen und sollen mithilfe des Programms ein Unternehmen aufbauen.

Dieses Jahr sollten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Augmented Reality (AR)-Brille für den Industrieeinsatz herstellen und verkaufen. Über ein integriertes Display kann dem Träger eine Vielzahl von Informationen angezeigt werden.

Unter anderem kann sie bei der Herstellung eines Autos zum Einsatz kommen: Auf dem Display wird dann zum Beispiel angezeigt, welche Schraube als nächstes fester gezogen werden muss.

Jeder im Team erhält einen bestimmten Job, den er oder sie verkörpert. Das Unternehmen muss eine jeweils unternehmensspezifische Zielsetzung formuliert werden, die in alle Planungen und Entscheidungen einfließt: Art und Umfang der Produktion, Marketing, Finanzierung des Unternehmens, veränderte Nachfragesituation, Investitionen in Produktentwicklung und Maschinenbau sowie Kundenservice und Qualitätsimage.

Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler die Grundlagen unternehmerischen Handelns und der Betriebswirtschaft zu zeigen und diese praxisnah und erlebbar zu vermitteln. Dazu zählen unter anderem die Fragen, wie sich ein einzelnes Unternehmen an die unterschiedlichen gesamtwirtschaftlichen Situationen anpasst oder wie Marktpartner auf die Entscheidungen eines Unternehmens reagieren können.

„Es ist toll, einen Einblick in die Abläufe und Arbeitsteilung eines Unternehmens zu bekommen“, meinte Luca Müller (17), der in seinem Unternehmen „GG Technologies“ den Vorstand darstellte. „Durch MIG kann man außerdem für sich selbst erfahren, ob diese Berufsrichtung auch für die eigene Zukunft denkbar ist.“

Jedes Unternehmen „verkaufte“ schließlich sein Produkt samt Zahlen, Daten, Fakten an Investoren und Wirtschaftsjournalisten. Die Jury legte nicht nur Wert auf das Präsentieren des Unternehmens und seines Produktes. Auch wie argumentiert und vorgestellt wurde, war besonders wichtig. Schließlich war das Ziel, die Produkte möglichst gut zu verkaufen.

Vertreter aus örtlichen Unternehmen gaben den Schülerinnen und Schüler Einblick in ihre betrieblichen Abläufe. Zum einen konnten die Akteure dadurch das Planspiel besser verstehen, zum anderen wurden so anschaulich Informationen aus realen wirtschaftlichen Zusammenhängen und Problemstellungen vermittelt.

Am Ende der Woche nahmen die Schülerinnen und Schüler Erfahrungen in Teamfähigkeit, Führungstalent, Stresstoleranz, Präsentations- und Verkaufstalent sowie Zeitmanagement mit. Denn MIG simuliert nicht nur Betriebswirtschaft sondern auch die Belastung von Führungskräften.