Ist denn schon Weihnachten? Jugendpflegen aus dem Landkreis Stade erhalten Lötstationen für nachhaltige MINT-Angebote

Neue Lötstationen für die Jugendpflegen (v.l.) Geschäftsführer hs21 Marcus Hübner, Leiterin Bildungsbüro Anke Heydorn, Asya Sen (Jugendpflege Stade), Vanessa Görgens (Jugendpflege Buxtehude), Vorstandsmitglied KSK Stade Berend Bohlen, Luisa Hinz (Jugendpflege Horneburg), Landrat Michael Roesberg, Andreas Drinkmann (Jugendpflege Fredenbeck).

Konzentriert lötet Luisa Hinz im Workshop die Spitze ihres Tannenbaums an.

Einen blinkenden Tannenbaum, Geschenke und jede Menge Lötskills – das gab es für Jugendpflegerinnen und Jugendpfleger aus dem Landkreis Stade am Samstag, den 2. Oktober 2021, an der hochschule 21 in Buxtehude. Das Cluster „Jugend macht MI(N)T!“ (JuMaMi), bestehend aus der hochschule 21 (hs21), dem Composites United e.V. und dem Bildungsbüro Stade, lud zum Lötworkshop ein. Anschließend überreichte die Stiftung Bildungsregion Stade 53 Sets zur Ausstattung von Löt-Arbeitsplätzen in den Jugendräumen des Landkreises.

Im Workshop zeigten Mitarbeitende der hs21 den Jugendpflegerinnen und Jugendpflegern viele Tricks und Kniffe des Lötens. Nach einer Sicherheitseinweisung ging es ans Sortieren der Bausatz-Einzelteile. Mit Konzentration und Fingerfertigkeit blinkten am Ende des Workshops reichlich gelötete Tannenbäume. JuMaMi bot damit den vierten Train-the-Trainer-Workshop für Jugendpflegen seit Projektbeginn im Dezember 2020 an. Durch den Weiterbildungsansatz bekommen die Teilnehmenden unterschiedliche MINT-Kompetenzen vermittelt, die sie an Kinder und Jugendliche in der Region mit eigenen Angeboten weitergeben.

Luisa Hinz, Leiterin des Jugendzentrums Speedy in Horneburg, freut sich darauf, das Löten im Jugendraum anzubieten: „Es ist eine spannende Aufgabe für die Jugendlichen, sich in Geduld zu üben. Und wenn dann als Feedback ein leuchtender Tannenbaum in den Händen gehalten werden kann, steigert das das Selbstwertgefühl.“ Die Organisatorinnen aus dem JuMaMi-Projekt Katharina Lechler (CU), Gönke Lengsfeld (Bildungsbüro) und Yvonne Schink (hs21) sind froh, dass die Workshops gut ankommen und so das außerschulische MINT-Angebot im Landkreis wächst.

Wer löten möchte, braucht dazu nicht nur eine Lötstation, sondern auch eine Lötrauchabsaugung und weiteres Material wie Lötzinn und Werkzeug. Dafür überreichten aus dem Stiftungsvorstand der Bildungsstiftung Landrat Michael Roesberg, Leiterin des Bildungsbüros Anke Heydorn und Vorstandsmitglied der Kreissparkasse Stade Berend Bohlen das Material für 53 Löt-Arbeitsplätze. Die hs21 reichte stellvertretend für 12 Jugendpflegen den Antrag bei der Stiftung ein. Dank des Sponsorings kann das Löten nun nachhaltig in der Jugendarbeit integriert werden. Nach begrüßenden Worten von hs21-Geschäftsführer Marcus Hübner bedankten sich bei der feierlichen Übergabe Michael Roesberg und Berend Bohlen bei den Jugendpflegerinnen und Jugendpflegern für ihre engagierte Arbeit. Fast wie Weihnachten, stellte der Landrat fest und verdeutlichte den wichtigen Stellenwert von Bildung und auch der Jugendarbeit im Landkreis.