HS21 Studentinnen des Studienganges Bau- und Immobilienmanagement nehmen erfolgreich an internationalem Wettbewerb teil

(Die International Real Estate Challenge (IREC) ist ein seit 1999 jährlich stattfindender Wettbewerb für Studierende aus den Fachbereichen Immobilienwirtschaft und Immobilienmanagement. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen aus verschiedenen Ländern zusammen und bearbeiten in international zusammen gestellten Teams eine vorgegebene Wettbewerbsaufgabe. Dabei ist das knapp zweiwöchige Projekt so angelegt, dass die Gruppen nach einer gemeinsamen Auftaktveranstaltung in die jeweiligen Gastländer reisen, dort an der Entwicklung eines Immobilienprojektes arbeiten und entsprechende Beispiele aus der lokalen Praxis kennen lernen.

Dr. Sabine Zippel, Professorin für Baumanagement und Projektentwicklung an der hochschule 21 nimmt bereits seit 2013 mit Studierenden an der IREC teil und hat 2016 erstmalig die Gesamtverantwortung übernommen: „Die Challenge für die Studierenden besteht nicht nur in der Bewältigung der fachlichen Aufgabe. Sie müssen die Reisen in ihre Gastländer selbst organisieren, sich rasch in ein fremdes Team finden, ein anspruchsvolles Immobilienprojekt entwickeln und das Ergebnis schließlich einer Jury präsentieren. Und all das findet in englischer Sprache statt.“

Aus der hochschule 21 haben in diesem Jahr haben sieben Studentinnen des dualen Studienganges Bau- und Immobilienmanagement am Wettbewerb teilgenommen. Nach dem Start in Berlin machten sie sich mit ihren Teams auf nach Warschau, Göteborg,  Dublin, Bratislava, Wien und Brüssel.


Fotos (von oben nach unten):

Die teilnehmenden Hochschulen und Partner der IREC 2017

Die Studentinnen aus Buxtehude mit Frau Prof. Dr. Zippel (Bildmitte) und Dr. Rolf Jäger, Geschäftsführer der hochschule 21: Alena Hammer, Sarah-Lynn Philipp, Samantha Wilkens, Julia Oehlerking, Karoline Seifert, Svenja Ruschmeyer und Annika Barkmann(v.l.)

Das Siegerteam mit Betreuer Declan Mc Keown von der DIT bei der Arbeit

Gemeinsam ging es von Buxtehude nach Berlin zur Auftaktveranstaltung


 Die Wettbewerbsaufgabe stellte die Berliner Wohnungsbaugesellschaft HOWOGE, die das gesamte Projekt auch finanziell gefördert hat: Die Studierenden sollten studentisches Wohnen entwickeln und dabei berücksichtigen, wie viel individueller Raum und gemeinschaftliche Fläche benötigt wird. Um eine realisierbare Miete zu erzielen und länderspezifische Merkmale kennen zu lernen, haben die Gruppen Objekte für studentisches Wohnen vor Ort genau unter die Lupe genommen.

Team Dublin überzeugt mit umgebautem Gefängnis

Samantha Wilkins gehörte zum Team des Dublin Institute of Technology (DIT): „Das war eine spannende Erfahrung mit viel Spaß, aber auch mit einigen Herausforderungen.“ Das straffe Programm und die komplexe Aufgabe habe eine effektive Zusammenarbeit erfordert, was nicht immer leicht gewesen sei, berichtet die HS21 Studentin, die mit Kommilitonen aus Deutschland, Polen, Italien und den USA zur DIT-Gruppe gehörte.

In Dublin haben sich die Teilnehmenden drei in Frage kommende Immobilien herausgepickt und diese unter anderem mit Blick auf den Standort, möglichen Sanierungsbedarf, Kosten für Umbaumaßnahmen und Bedürfnisse der Nutzer genau analysiert. Als Favorit entpuppte sich ein leerstehendes Gefängnis. Ein ehemaliges Studio sowie eine Markthalle erwiesen sich als weniger geeignet für das geplante Vorhaben.

Studentisches Wohnen in der Zelle

Mit ihrem Entwurf konnten die angehenden Immobilienfachleute schließlich auch die Expertenjury überzeugen. Bei der Abschlussveranstaltung in Berlin präsentierten sie einen gelungenen Mix: Auf mehreren Etagen stünden den Bewohnerinnen und Bewohner jeweils individueller Wohnraum in den ehemaligen Zellen sowie Gemeinschaftsflure zur Verfügung, die sternförmig in einer großzügigen Relax Area mündeten.

„Wir wollten unbedingt den speziellen Charme des Gefängnisses bewahren und dennoch modernen, zeitgemäßen und bezahlbaren Wohnraum schaffen“, so Samantha Wilkens. Dies sei durch die vorgegebene Raumstruktur gut möglich gewesen. Auch an eine Bücherei, einen Waschmaschinenraum, einen kleinen Supermarkt, Lernräume und Stellplätze für Fahrräder hatten die Studierenden gedacht.

Mit guter Präsentation gepunktet

Nicht nur die gute fachliche Ausarbeitung der Projektaufgabe hat dem Team Dublin den Sieg der IREC beschert. „Die Gruppe hatte eine sehr gute Präsentation vorbereitet, ihre Idee sehr gut vorgetragen und die anschließenden Fragen der Jury überzeugend beantwortet“, berichtet Professorin Sabine Zippel. Auch das „Verkaufen“ einer Idee spiele im späteren Berufsleben schließlich eine wichtige Rolle. Für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer war IREC in jedem Fall eine außerordentliche Erfahrung. „Die Studierenden lernen andere Städte kennen und kommen in einen intensiven Austausch mit Kommilitonen aus anderen Ländern sowie mit Experten aus der Praxis. So können erste wichtige Kontakte entstehen“, so Zippel.

Doch auch für die Lehrenden und die Partner aus der Immobilienwirtschaft sei IREC eine Chance, betont die Initiatorin. „Der Wettbewerb liefert uns wichtige Informationen über den europäischen Immobilienmarkt, die wir analysieren, auswerten und zum Vergleich der jeweiligen Märkte heranziehen können. So entsteht im Idealfall eine statistische Datenbank, auf die die Branche zugreifen kann.“ Die Internationalisierung in der Branche können so gut vorangetrieben werden

Neben der HOWOGE hat sich auch das Royal Institute of Chartered Surveyors (RICS) engagiert: Der international tätige Verband der Immobilienwirtschaft hat in diesem Jahr ein studentisches Team in Brüssel betreut und ist Schirmherr der Veranstaltung. „Das zeigt, dass wir uns mit IREC bereits einen guten Namen gemacht haben“, sagt Sabine Zippel. Durch die Einführung einer eigenen Homepage, dem Gewinn von Kooperationspartnern, der Auswertung der gewonnenen Daten im Nachgang, sowie die Durchführung der großen Abschlussveranstaltung konnte IREC kontinuierlich professionalisiert werden.Am Programm für 2018 werde, so die Organisatorin, bereits gearbeitet. Partner aus der Immobilienwirtschaft seien wieder willkommen.

Kontakt: Prof. Dr. Sabine Zippel,  E-Mail: zippel(at)hs21.de,  Telefon: 0172 8634624

Links:

http://irec-global.net/start.html

http://www.rics.org/de/

https://www.howoge.de/