hochschule 21 und Leuphana erhalten Förderung für gemeinsames Projekt

Innovative Modelle im Wissens- und Technologietransfer

Die hochschule 21 und die Leuphana Universität Lüneburg bauen die Zusammenarbeit mit Wirtschaft und Gesellschaft im Themenfeld nachhaltiges Wirtschaften sowie Energie- und Ressourceneffizienz aus.

Dafür entwickeln sie im Rahmen des Projekts „Nachhaltigkeitsinnovationen im regionalen Mittelstand (NIREM)“ ein innovatives Modell für den regionalen Wissens- und Technologietransfer. Für das auf drei Jahre angelegte Vorhaben erhalten sie eine Förderung von gut 540.000 Euro. Jutta Schiecke, Landesbeauftragte für die Region Lüneburg, übergab die Förderbescheide. Sie verspricht sich von dem Projekt „eine Stärkung der Innovations- und Zukunftsfähigkeit regionaler Unternehmen.“

„Hochschulen und Unternehmen tauschen ihr Wissen miteinander aus und entwerfen Modelle, die den Transfer in den Übergangsregionen Lüneburg und Landkreis Stade verbessern", erläuterten Professor Thorsten Uelzen, Präsident der hochschule 21, und Professor Stefan Schaltegger, Leiter des Instituts Centre for Sustainability Management (CSM) an der Leuphana, das Vorgehen.

Im vertikalen Ansatz der Leuphana werden Innovationsimpulse und Informationen aus Forschungs- und Entwicklungsarbeiten der Hochschulen für Unternehmen anwendergerecht aufbereitet. Die Erkenntnisse aus der Wissenschaft müssten praxistauglich sein, damit die Unternehmen damit etwas anfangen können, so Schaltegger. Gleichzeitig sei es wichtig, von den Unternehmen Anregungen für die Forschungsarbeit zu erhalten.

Professor Thorsten Uelzen beschrieb den horizontalen Ansatz, der durch das duale Studium in Buxtehude mit seiner engen Verzahnung von Theorie und Praxis bereits vorgezeichnet ist: „In den Kompetenzbereichen Bauwesen, Architektur, Gesundheit und Technik wird der ständige Dialog zwischen der Hochschule und den Unternehmen bereits im Studium verwirklicht“ Es gebe, so Professor Uelzen, an vielen Stellen eine Zusammenarbeit zwischen Hochschule, den Studierenden und ihren Praxisunternehmen. Ziel des Projektes sei es auch, diese vielen kleinen Dreiecke „aufzubrechen“, zu clustern und zu vernetzen.

Jutta Schiecke machte die Bedeutung des Projektes für die Region deutlich: „Wissensvernetzung und Kooperation haben für die Entwicklung unserer Region einen hohen Stellenwert. Besonders im ländlichen Raum sind kleinere und mittelständische Betriebe auf den gegenseitigen Erfahrungsaustausch angewiesen.“ Als Kooperationspartner werden in dem Projekt Firmen mitarbeiten, die bereits heute Nachhaltigkeitsleistungen in ihr Kerngeschäft ökonomisch erfolgreich einbeziehen. Sie können für andere beispielgebend sein.

Die Verbundpartner Leuphana und HS 21 werden in einem ersten Schritt mit 18 Unternehmen und Organisationen in das Vorhaben starten. Auch die IHK Lüneburg-Wolfsburg, die IHK Stade, die Handwerkkammer Braunschweig-Lüneburg-Stade und ARTIE, das Regionale Netzwerk für Technologie, Innovation und Entwicklung wirken mit.

Jutta Schiecke überreichte die Förderbescheide über Zuwendungen nach der Richtlinie des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur (MWK) „Innovation durch Hochschulen und Forschungseinrichtungen“ im Schwerpunkt „Innovative Modelle im Wissens- und Technologietransfer“. 

Die Leuphana Universität Lüneburg erhält eine Förderung in Höhe von bis zu 354.883,07 Euro. Die hochschule 21 erhält bis zu 189.831,62 Euro. Das Geld wird aus EFRE- und Landesmitteln zur Verfügung gestellt.

Das Foto zeigt (von links) die Landesbeauftragte Jutta Schiecke, Hochschulpräsident Professor Thorsten Uelzen, Professor Stefan Schaltegger und Sandra Petersmann, Niedersächsisches Wissenschaftsministerium 

Foto: Roemer, Amt für Regionale Entwicklung Lüneburg