Hochschule 21 nominiert Professor Dr.-Ing. Thorsten Hermes zum „Professor des Jahres 2017“

Nominiert zum "Professor des Jahres 2017": Prof. Dr.-Ing. Thorsten Hermes

UNICUM Stiftung würdigt erneut Hochschullehrende

Bereits zum zwölften Mal zeichnet die UNICUM Stiftung eine Professorin oder einen Professor aus und vergibt den Titel „Professor des Jahres“. Gewürdigt werden engagierte Hochschullehrende, die für und mit ihren Studierenden schon während des Studiums viel Praxisbezug herstellen und so den Start in das Berufsleben fördern.

Mitte November 2017 wird der Titel in vier Kategorien vergeben: Wirtschaftswissenschaften/Jura, Medizin/Naturwissenschaften, Geistes-/ Gesellschafts-/ Kulturwissenschaften sowie Ingenieurwissenschaften/Informatik. Eine unabhängige Jury aus Professorinnen und Professoren sowie Mitarbeitern der Stiftung nimmt vorab eine ausführliche Recherche über die Nominierten vor. Die Nominierung kann online unterstützt werden. Unter allen Nominierenden wird ein iPad Air 2 verlost.

https://www.professordesjahres.de/

Der bundesweit ausgerichtete Wettbewerb steht unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Die hochschule 21 nimmt erstmals teil und nominiert Professor Dr.-Ing. Thorsten Hermes als „Professor des Jahres“.

Professor Dr.-Ing. Hermes arbeitet seit 2012 an der hochschule 21 und lehrt technische Informatik im Studiengang Mechatronik DUAL. Mit spannenden und anspruchsvollen (Forschungs)Projekten unterstützt er nicht nur das Potential, sondern auch die Herausbildung berufsrelevanter Fertigkeiten seiner Studierenden. Dabei lässt er den angehenden Ingenieurinnen und Ingenieuren Raum und Zeit sich auszuprobieren und selber Probleme zu lösen. Durch den regelmäßigen Austausch mit Praxispartnern festigt und erweitert Prof. Hermes sein Netzwerk zwischen potentiellen Arbeitgebern, Hochschule sowie Studierenden. Zudem hat er bereits zum wiederholten Male renommierte Kooperationspartner für studentische Forschungsprojekte gewinnen können.

„Die hochschule 21 zeichnet sich durch ihr duales System mit 50 Prozent Praxisanteil aus, den die Studierenden bei Partnerunternehmen verbringen. Daneben legen wir auch Wert auf eine praxisnahe Lehre. Wo immer möglich, sollen die Studierenden ihr theoretisches Wissen in die Praxis umsetzen können. Professor Hermes engagiert sich hier vorbildlich und versteht es, die jungen Menschen insbesondere für das Thema Robotik und den Beruf des Mechatronikingenieur zu begeistern“, sagt Hochschulpräsident Prof. Dr.-Ing. Thorsten Uelzen.

Spacebot21, InRoBa, „Parkinsonbrille“ – Studierende experimentieren und forschen

Spacebot21

Bereits zwei Mal, 2013 und 2015, hat ein studentisches Team der HS21 beim Wettbewerb des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) „Spacebot“ teilgenommen. Die Studierenden hatten die anspruchsvolle Aufgabe, einen autonom fahrenden Roboter zur Exploration von planetaren Oberflächen zu entwickeln, zu programmieren und zu bauen.

Das Projekt „Spacebot21“ wurde unter der Leitung von Professor Hermes in der Lehre des Mechatronikstudiums verankert. Die Konstruktion und Entwicklung des Rovers oblag maßgeblich den Studenten. Insgesamt rund 1.000 Stunden hat jeder Student im Verlauf von elf Monaten in den „SpaceBot21-Rover“ gesteckt. Die angehenden Mechatronik-Ingenieure haben zum Teil an den Wochenenden getüftelt und Nachtschichten eingelegt, um den Erkundungsroboter fit für seine anstehenden Aufgaben zu machen. Das DLR hat zum Abschluss des Forschungsprojektes das „Spacebot Camp 2015“ veranstaltet, bei dem zehn hochkarätige Teams von Technischen Universitäten, Hochschulen und Forschungsinstituten aus ganz Deutschland ihre robotischen Systeme präsentierten. Die Gruppe aus Buxtehude war das einzige Team, das sich ausschließlich aus Studierenden zusammengesetzt hat.

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Inspektionsroboter für Beschleunigeranlagen (InRoBa)

Im neuen Linearbeschleuniger des European XFEL, den die Deutsche Elektronen- Synchrotron (DESY), ein Forschungszentrum der Helmholtz-Gemeinschaft in Hamburg, erbaut hat, soll im Rahmen eines Forschungsprojekts ein Inspektionsroboter zur Strahlungsmessung zum Einsatz kommen, der unter studentischer Mitwirkung an der hochschule 21 entwickelt wird. Das Projekt mit dem renommierten Kooperationspartner DESY wird von Prof. Hermes betreut.

Beschleunigeranlagen sind aufwendig zu warten, wodurch wertvolle Forschungszeit verloren geht. Denn die Strahlenbelastung ist während des Betriebs zu hoch für Menschen, weshalb die Anlage erst abgeschaltet und anschließend von Spezialisten geprüft werden muss. Der „Inspektionsroboter für Beschleunigeranlagen“ (InRoBa) soll autonom an bestimmten Punkten im Tunnel die Strahlung messen. Dies kann der Roboter auch ohne Unterbrechung des Beschleunigerbetriebs durchführen. Die Daten werden hierbei an eine Überwachungszentrale übermittelt. Dadurch wird nicht nur Zeit gespart, sondern auch die Strahlungsbelastung für das Messpersonal minimiert.

Die Parkinson-Brille

Viele Parkinsonpatienten fürchten sich vor dem so genannten Freezing-Zustand, bei dem plötzlich Gehblockaden und Bewegungshemmungen auftreten. Mechatronik-Studierende setzten hier an und haben unter Leitung von Prof. Hermes eine Hightech-Brille entwickelt, die audio-visuelle Reize bewirken und damit den Pakinson-Patienten aus seiner Starre lösen kann. Mit der Hilfe eines 3D-Druckers stellen sie ein Brillengestell mit Sensor, Mini-Kamera und Einplatinenrechner her. Der Sensor erkennt Kopfneigung und Gehgeschwindigkeit, und durch einen Lautsprecher kann ein Audio-Reiz ausgelöst werden. Ein durchsichtiges Display, wodurch ein visueller Reiz, ein dreidimensionales Zebrastreifenmuster, hervorgerufen werden kann, ist ebenfalls in Arbeit.

Ziel ist es jedoch nicht, eine marktfähige Brille zu entwickeln, sondern durch forschendes Lernen die Kreativität der Studenten zu wecken. Auch dieses Projekt zeugt vom hohen Praxisbezug an der Buxtehuder Hochschule. Die Parkinsonbrille ist zudem eine interdisziplinäre Arbeit, die durch Studierende aus dem Studiengang Physiotherapie DUAL unterstützt wird.