Desy-Roboter "Marwin" unternimmt erfolgreich Testfahrten im XFEL-Tunnel

Mechatronik-Student Nantwin Möller (links) und André Dehne, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, haben für die DESY den Roboter Marwin entwickelt

Manchmal steckt der Teufel im Detail

Was lange währt, wird immer besser: Seit Frühjahr 2015 arbeitet ein Team der hochschule 21 an einem Inspektionsroboter, der im XFEL-Beschleunigertunnel, den das Deutsche Elektronen-Synchroton (DESY) in der Helmholtz-Gemeinschaft vor kurzem in Hamburg in Betrieb genommen hat, Strahlung messen soll.

Erste Testfahrten zeigen, dass der Roboter mit Namen Marwin (Mobiler autonomer Roboter für Wartung und Inspektion) seine Aufgabe zufriedenstellend erfüllt: völlig autonom fährt das robotische System durch den ersten von insgesamt drei Kilometer langen Tunnel, führt an bestimmten Punkten Strahlungsmessungen durch und findet den Weg zur Ladestation. Die Daten der Messungen werden an eine Überwachungszentrale übermittelt und dort ausgewertet. Der Betrieb muss während des gesamten Vorgangs nicht abgeschaltet werden. Dadurch wird nicht nur Zeit gespart, sondern auch die Strahlungsbelastung für das bisherige Messpersonal minimiert.

André Dehne, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der hochschule 21 und Mechatronik-Student Nantwin Möller sind derzeit damit beauftragt, Marwin zu optimieren und kleine Mängel zu beheben. Das Forschungsprojekt, das gemeinsam mit der DESY durchgeführt wird, leitet Thorsten Hermes, Professor für Technische Informatik an der HS21. An einem zweiten Roboter, der in einem weiteren Tunnelabschnitt zum Einsatz kommen soll, wird bereits gearbeitet.

In einem Video demonstriert André Dehne einen Testlauf von Marwin im XFEL-Beschleunigertunnel.

Der komplette Projektbericht wurde in der Schriftreihe der hochschule 21 technical reports veröffentlicht.