Das Studium Gebäudetechnik und -automation DUAL

Der Studiengang Gebäudetechnik und -automation DUAL umfasst Grundlagen aus den Disziplinen Bauwesen und Mechatronik sowie umfangreiche Spezifika der Gebäudetechnik. Ingenieure und Ingenieurinnen der Gebäudetechnik und -automation sind Spezialisten in der Planung und Konzeption technischer Anlagen in Gebäuden. Dabei erarbeiten sie wirtschaftliche, betriebssichere und umweltfreundliche Lösungen. Als Fachkräfte in einem innovativen und zukunftsorientierten Arbeitsfeld sind sie gefragte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in vielen Unternehmen. 

Das Berufsbild einer Ingenieurin / eines Ingenieurs für Gebäudetechnik und -automation DUAL

Das Studium qualifiziert für einen abwechslungsreichen Beruf, der mit jedem neuen Projekt auch neue Herausforderungen mit sich bringt. Ingenieure und Ingenieurinnen für Gebäudetechnik und -automation sind für die Planung, die Konzeption und das Management von energieeffizienten, wirtschaftlichen und barrierefreien gebäudetechnischen Anlagen in Hochbauten qualifiziert und mit den Betriebsabläufen vertraut. Ob Klimaanlagen in großen Büroimmobilien, anspruchsvolle technische Anlagen in Krankenhäusern oder Küchentechnik in einem Hotel: Die Anforderungen an die Gebäudeautomation und energiesparende Technik ist in den letzten Jahren rapide angestiegen und hat unser Leben gravierend verändert.

Ingenieure und Ingenieurinnen für Gebäudetechnik und -automation DUAL spielen aber auch bei der Entwicklung neuer technischer Trends eine wichtige Rolle und sind daher unverzichtbar. So ist beispielsweise zu erwarten, dass die aktuellen Megatrends „Industry 4.0“ und „Internet of Things“ eine weitere Beschleunigung bei der Gebäudeautomation bewirken werden. Sie ist wichtiger Bestandteil des technischen Facilitymanagements geworden und umfasst die Gesamtheit von Überwachungs-, Steuer-, Regel- und Optimierungseinrichtungen in Gebäuden.

Ein weiterer Megatrend, das „Smart Home“, hat längst Einzug in unser Leben gehalten und stellt den Ingenieur und die Ingenieurin für Gebäudetechnik und -automation DUAL vor spannende Herausforderungen. So zählen beispielsweise die Steuerung von Lüftungsanlagen, die Regelung von Licht- und Heizungsanlagen oder die Verknüpfung von Haustechnik und Geräten in ein Gesamtsystem oft schon zu den Standards, die von Baukunden im privaten und gewerblichen Bereich gewünscht werden. Gebäudetechnik und -automation DUAL  ist daher nicht nur in großen Gebäuden relevant, sondern kommt auch zunehmend in Einfamilienhäusern zum Einsatz. Dort steht sie für mehr Komfort, Sicherheit und Barrierefreiheit.

Gebäudetechnik und-automation DUAL studieren ohne NC

Für die Aufnahme des Studiums ist kein bestimmter Notendurchschnitt erforderlich, eine Fachhochschulzugangsberechtigung wird allerdings vorausgesetzt. Wer eine Affinität zur Technik mitbringt und sich für technische Anlagen begeistern kann, hat gute Voraussetzungen. Die Fähigkeit zur Organisation, Planung, lösungsorientiertem Arbeiten sowie das Verständnis für das Zusammenspiel von Technik und Baukonstruktion sind ebenfalls von Vorteil.

Berufliche Perspektiven

Die beruflichen Perspektiven sind bereits jetzt sehr gut. Der Bedarf an Experten und Expertinnen für Gebäudetechnik und Gebäudeautomation wird steigen, denn die Anforderungen an technische Anlagen in Gebäuden nehmen stetig zu und werden komplexer. Das praxisorientierte, duale Studium an der hochschule 21 bietet den Absolventinnen und Absolventen eine Vielzahl von beruflichen Möglichkeiten. Ihre Kompetenzen sind in großen ausführenden Baufirmen ebenso gefragt wie in Planungsbüros, Industriebetrieben oder öffentlichen Einrichtungen sowie in kommunalen und anderen Versorgungsbetrieben (Krankenhäuser, Stadtwerke etc.). Darüber hinaus bietet eine Selbstständigkeit, zum Beispiel als Ingenieur oder Ingenieurin in der Energieberatung, hervorragende Entwicklungs- und Karrierechancen.

Studieninhalte Gebäudetechnik und -automation DUAL

Die Studierenden lernen Konzeption, Entwurf und Bemessung von gebäudetechnischen Anlagen u.a. mit Hilfe der Gebäudeautomation zu lösen. Ihr Wissen bringen sie in den Bereichen Gas- und Wasserinstallation, Elektroinstallation, Heizungstechnik, Lüftungs-/Kälte-/Klimatechnik zur Umsetzung.

Ebenso ist Ziel, dank technischer Grundkenntnisse, selbständig Fachwissen aus der Literatur, unter anderem den DIN-Normen, erarbeiten zu können. Absolventinnen und Absolventen sind in der Lage, sowohl bei der Planung als auch bei der Ausführung und bei der Unterhaltung von gebäudetechnischen Anlagen aller Art – auch im Rahmen des gewerkübergreifenden Building Information Modeling (BIM) und des Computer Aided Facility Managements (CAFM) – als qualifizierte Fachpersonen mitzuwirken.

Der Modulplan umfasst eine abwechslungsreiche Bandbreite an Themen. In den ersten Semestern werden neben anderen die Grundlagen in Tragwerkslehre, Baukonstruktion, Werkstoffkunde, Elektrotechnik, Bauphysik und Betriebswirtschaftslehre gelehrt. In den höheren Semestern befassen sich die Studierenden dann im Wesentlichen mit Inhalten der Gebäudetechnik und -automation wie Mess- und Sensortechnik, Steuer- und Regelungstechnik, Lüftung, Gebäudeplanung, Klima- und Kältetechnik sowie Gas-, Wasser- und Brandschutztechnik. Des Weiteren gibt es Module in Projektmanagement, Building Information Modeling und Energiemanagement. Die Studierenden lernen außerdem Zeitmanagement, Teamarbeit, Konfliktmanagement, Moderationstechniken und Verhandlungsführung. Die praktische Laborarbeit findet zum Teil in der hochschule 21 selbst, aber auch im Kompetenzzentrum für innovative Gebäudetechnik der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade in Stade statt.

Studienverlauf in den dualen Ingenieur-Studiengängen

Duale Studiengänge an der hochschule 21 zeichnen sich durch einen stetigen Wechsel zwischen Theorie und Praxis aus. In jedem Semester werden eine Theorie- und eine Praxisphase durchlaufen. Die 13-wöchige Theoriephase setzt sich aus zwölf Wochen Präsenzlehre und einer anschließenden Prüfungswoche zusammen. Die Lehre ist verdichtet und beinhaltet in manchen Studiensemestern bis zu 30 Lehrstunden pro Woche. Damit ist eine Vergleichbarkeit zu einem meist 16 Wochen dauernden Semester an einer anderen Hochschule mit etwa 24 Semesterwochenstunden (SWS) hergestellt. Das Studium ist klar strukturiert.

Die Praxisphase schließt sich nahtlos der Theoriephase an und dauert insgesamt 13 Wochen, wobei in Abstimmung mit den Partnerunternehmen zwei Urlaubswochen einzuplanen sind. Während der Praxisphasen werden neben dem eigentlichen Praxisbericht weitere Hausübungen und Entwürfe zu einigen Lehrmodulen der voraus gegangenen Theoriephase angefertigt. Die letzte Praxisphase ist für die Erstellung der Bachelorarbeit vorgesehen. Diese muss in einem Zeitraum von insgesamt 8 Wochen erstellt werden und soll inhaltlich auf die Tätigkeiten des Studierenden im Praxisunternehmen abgestimmt sein.

Der Bachelor of Engineering (B. Eng.) wird staatlich anerkannt, und der Abschluss an der hochschule 21 berechtigt zusätzlich zur Berufsbezeichnung Ingenieur/Ingenieurin. Die Ingenieurkammer Niedersachsen verleiht den Absolventen und Absolventinnen der hochschule 21 zusätzlich eine Ingenieururkunde.

 

 

 

Prof. Dr.-Ing
Helmut Marquardt

Baukonstruktion, Holzbau und Baustofflehre

  • Vizepräsident
  • Studiengangsleitung Gebäudetechnik und -automation DUAL

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